



Theoretischer Exurs:
Das Modell des Psychologischen Kapitals (PsyCap) ist ein Ergebnis der Forschungen des Managementwissenschaftler Fred Luthans. Ihm ging es dabei um das Studium und die Anwendung von positiv ausgerichteten Stärken und psychologischen Fähigkeiten der Mitarbeiter, die gemessen, entwickelt und effektiv verwaltet werden können, um die Leistung am Arbeitsplatz zu verbessern.
Psychologisches Kapital ist der positive psychologische Entwicklungsstand eines Menschen, der gekennzeichnet ist durch:
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Selbstwirksamkeit: Man ist von den eigenen Fähigkeiten überzeugt.
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Optimismus: Man blickt zuversichtlich in die Zukunft und glaubt an seinen Erfolg.
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Hoffnung: Man hält an gesteckten Zielen fest.
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Widerstandsfähigkeit: Man bewältigt Probleme und überwindet Hürden (Resilienz).
Die positiven Auswirkungen auf Bereiche, die im Arbeitsleben relevant sind, wurden von einer grossen Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten gezeigt. Die meisten Studien beziehen sich jedoch nicht auf die Auswirkungen eines bestimmten Führungsstils, sondern zeigen vielmehr, auf welche Weise das Psychologische Kapital einer Person günstige Auswirkungen auf andere Bereiche derselben Person hat (Dr. Ebner, 2019, S. 51-54).
Die positiven Auswirkungen dieses Konzepts auf Organisationen sind durch zahlreiche Studien zwar gut dokumentiert, allerdings ist weniger bekannt, wie diese psychologische Ressource sowie geeignete positive Interventionen gezielt in der Begleitungsarbeit eingesetzt werden können, um das psychologische Kapital von Führungskräften zu stärken (Externbrink, Tomoff, & Dries, 2015). In meiner Rolle als betriebliche Mentorin ist es entscheidend, das Konzept des Psychologischen Kapitals aktiv in meine Begleitungsarbeit zu integrieren. Durch gezielte Interventionen kann ich Führungskräfte dabei unterstützen, ihr PsyCap zu stärken. Dies geschieht beispielsweise durch individuelle Begleitungen, in denen wir gemeinsam an der Selbstwirksam-keit arbeiten oder optimistische Denkweisen fördern.
Über mich
Mein Name ist Michèle Egger und ich befasse mich seit über 10 Jahren aktiv mit der menschlichen Psychologie. Durch Selbststudium und Studienlehrgänge bilde ich mich täglich weiter. In meiner Laufbahn durchlief ich viele Stationen und hatte es mit einer Vielzahl an verschiedenen Menschen, Mindsets und Persönlichkeiten zu tun. In einem Seminar im Jahr 2021 hatte ich das erste Mal aktive Berührungspunkte zu "Positiv Leadership" und dem "PERMA-Lead". Meine Leidenschaft für die positive Psychologie wurde erneut entfacht und so entschied ich mich dafür, Menschen auf der Entdeckungsreise ihres positiven Mindsets zu begleiten. Erfolgreich konnte ich mein damaliges Team zusammen schweissen und diverse Missstände aus dem Weg räumen. Ebenso konnte ich meine Erfahrung bereits an der Berner Fachhochschule als Gastreferentin weitergeben.
Ausbildung im Bereich Coaching:
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2025: eidg. FA betriebliche Mentorin, IPC Akademie AG
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2025: Diplom Mental Coach, IPC Akademie AG
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2024: Zertifikat Coach, IPC Akademie AG
In meiner Abschlussarbeit für den eidgenössischen Fachausweis befasste ich mich mit dem Thema "Förderung von positive Leadership durch Coaching.
Dabei habe ich erkannt, dass mein geliebtes PERMA-Modell als Führungstool super ist, es sich jedoch zum Coaching von Führungskräften nur bedingt eignet. Deswegen habe ich mich auf das Modell des psychologischen Kapitals (PsyCap) nach Fred Luthans gestützt.

Mission
Durch meine Erfahrung helfe ich sowohl den Individuen, sich in eine Unternehmung einzufügen, als auch den Unternehmen, ihre Individuen zu integrieren. Stärkenorientiert und positiv soll eine gemeinsame Potentialentwicklung sowohl des Individuums als auch der Unternehmung entstehen.
Vision
Die Welt ist im Wandel und Zeit ist relativ geworden. In einer immer schneller werdenden Gesellschaft ist es meine Vision, das Potential des Individuums auszuschöpfen und trotzdem den Komfort des Lebens beizubehalten. Aus Work-Life-Balance wird Life-Balance. Die Arbeit sollte ins Leben integriert werden und nicht das Leben in die Arbeit.

